Diskussion: Die Zukunft des Donaukanals
Der Donaukanal und seine direkte Umgebung erleben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Der um 1870 in Beton gezwängte südlichste ursprüngliche Donauarm soll den Wienern nicht nur als Freizeitoase und Zentrum für Nachtschwärmer dienen, sondern seit Neuestem auch als Verkehrsweg. Neben den Ausflugsschiffen rast seit einigen Jahren auch der, aus Sicht der Angler bedenkliche, so genannte Twin City Liner über den Kanal. Als nächstes kommt das Wassertaxi, ebenfalls ein Schnellboot, welches ab Sommer 2010 Personen von Lokal zu Lokal transportieren soll.
Die folgenden Links geben einen Überblick über Vergangenheit und Zukunft und sollen zum Nachdenken anregen:
Wien.at:
Gesamtprojekt Zukunft Donaukanal
ORF.at:
Wiener gestalteten Donaukanal mit
Wassertaxi flitzt bald über den Donaukanal
Wird Donaukanal zum Strandbad?
Wellnessschiff für den Donaukanal?
Ein bisschen Meer am Donaukanal
DerStandard.at:
Neue Studie: Donaukanalwasser doch nicht krebserregend
Wilde Geschichte vom Wasserprüfer
Donaukanal: Wassertaxis sollen 2010 kommen
Grüne fordern Badestrände am Donaukanal
DiePresse.com:
Wien am Wasser: Donaukanal soll neu erfunden werden
Unbekanntes Fisch(er)paradies Donaukanal
Donaukanal: Neue Klappbrücke für Wien
Twin City Liner: Mit bis zu 60 km/h nach Bratislava
Wien: Twin City Liner rammt das Ufer
„Tel Aviv Beach“: Ein Stück Tel Aviv am Donaukanal
Wien: Grüne wollen im Donaukanal baden
Profil.at:
Kritik an der Stadt Wien bleibt aufrecht: Donaukanal-Wasser ungenügend gemessen
Es wäre toll, wenn ihr hier eure Meinungen postet und diskutiert, damit wir einen Überblick schaffen können über den in den verschiedenen Donaukanalprojekten vernachlässigten Umwelt- und Naturschutzaspekt. Wer sollte besser über die Auswirkungen auf die Fauna des Donaukanals Bescheid wissen, als wir Angler?
Tight Lines,
Andreas Zachbauer




Hallo Andreas,
tja leider höre ich in letzter Zeit immer mehr dieser “Gerüchte”. Da der VÖAFV aber in dieser hinsicht nichts dagegen unternimmt und fleißig einen Stolzen Kartenpreis von EUR 110,- plus Mitgliedsbeitrag von EUR 35,- pro Jahr für den Donaukanal verlangt, werde ich mir wahrscheinlich nur noch für nächstes Jahr, falls überhaupt, die Karte für den Kanal holen und mir dann ein neues Revier suchen.
Nebenbei bemerkt tut der Verein ohnedies viel zu wenig für die Donaukanal-Angler. Gastronomie, Freizeitoase und anderes ist ja schön und gut aber nichteinmal Uferpflege wird betrieben. Es gibt so viele gute Plätze von der Urania bis zur Ostbahnbrücke aber durch das Ufergewächs kommt man nicht dazu dort aus zu werfen. Naturbelassenheit schön und gut aber das hat nichts mehr damit zu tun. So lange der Rubel rollt, man hin und wieder einen Karpfen fängt und brav den Mund hällt wird sich nichts ändern.
Das Schiffsverkehr an der Donau den Fischbestand nicht beeinflusst mag wohl in Ordnung sein aber am Donaukanal ist er beträchtlich zurückgegangen. Das fällt mir sogar nach 2 Jahren auf, geschweige denen die den Kanal schon seit Jahrzenten befischen. Es kann ja nicht sein das es 4-5 schlechte Jahre hintereinander sein können. Ich bin Anfänger aber die Profis selbst bleiben oft Schneider.
Auffällig ist das man teilweise 2-3 Stunden braucht um sich eine Laube als Köderfisch zu fangen und das bei diesem Laubenbestand.
Wir können hier diskutieren aber die Finanzkrise und die Rezession rechtfertigen ja nur noch den Mehrumsatz den sich die Stadt Wien vom Donaukanal erwartet.
Am besten wir bauen eine Straße längs über den Donaukanal und entlassten damit den Stadtverkehr und die Schüttelstraße, fünfspurig wenn´s geht.
Kesslergrundeln reichen ja nicht, die wissen vor lauter Langeweile in deren Köpfen nicht mehr wie sie die Touristen noch mehr ausschlachten können und holen jetzt noch Wassertaxis. Seit es den Donaukanal gibt hat es nie Wassertaxis gegeben. Jetzt auf einmal brauchen wir sie? Wehe ich kaufe mir ein Boot und fische vom Boot aus oder von einer Brücke oder sonst etwas was die Uraltfossile vom VÖAFV-Vorstand nicht kapieren oder selbst nicht mehr betreiben können.
Der VÖAFV mit seinen veralteten Köpfen im Vorstand sieht lieber das man untermaßige Zander zurücksetzt obwohl sie aus Versehen (man beachte die fachkundigen Köpfe) Wolgazander besetzt haben. Noch dazu wollen sie ab 2010 eine Fischerprüfung für die Wiener Lizenz einführen. Da kann man sich nur auf die Stirn klopfen. Andererseits wird in manchen, für normalsterbliche natürlich nicht zugänglichen Revieren, alles mögliche getan um sie in Ordnung zu halten und den Besatz konstant zu halten aber an der Nußdorfer Schleuse muss man schon ein Steinbock sein um überhaupt zum Wasser zu kommen. Etliche in die Jahre gekommene Donaukanalangler fischen nicht mehr weil sie eben nicht mehr zum Wasser runterkommen. Kein Witz. Hab selbst mal gesehen wie sich ein “Opa” mit Bolognese-Rute in der Hand und Kescher den Hang hinabgeplagt hat. Wenn mein Freund und ich ihm nicht geholfen hätten wäre er wahrscheinlich wieder umgekehrt.
Wie bereits erwähnt, Satzkarpfen besetzen, die Donaukanalangler diese angeln lassen und die Sache ist damit gegessen.
Wenn der Verein dann noch meint die Uferbeschaffenheit darf nicht verändert werden und im Gegenzug plötzlich Brücken an der Urania gebaut werden kann ja wohl etwas nicht stimmen. Ich bin gespannt wie durch diese “Kanalrevolution” die Uferbeschaffenheit erhalten bleibt. City-nähe wird alles planiert und zubetoniert und abwärts der Urania lässt man einen Jungel wachsen und erschwert nochmehr dieses schwer zu beangelnde Gewässer.
Mal schauen was da noch kommt. Falls es mal eine Demo geben sollte, ich bin dabei :)
So long und tight Lines
Marijan
Hallo ich bin auch schon am überlegen ob ich den donaukanal aufgebe wird immer schlimmer dorten die guten plätze sind sowiso belegt und alles andere ist so zugewachsen und verändern darfst ja auch nicht.Die schiffe fahren wie die irren besonders die wienna anscheinend macht das der käpten als belustigung für die turisten wennst voll nass wirst von der bugwelle oder es dier dir rutte fast reinreist.
Dann wurden vor ewigen jahren ein par steinschüttungen gemacht natürlich geheim in der nacht die haben sie dann natürlich wieder entfernt
Und um die ganzen sonntagsangler ruhig zu stellen werden halt 2 mal im jahr 20 dag forellen und 1,5 kilo karpfen eingesetzt die in wenigen tagen wieder weggefangen sind teilweise kann ich es dann sogat verstehen wenn sie zu viel nehmen denn sonnst fangen sie eh nimmer viel für den rest des jahres.
War voriges jahr ca ein halbes jahr arbeitslos und ging fast jeden tag bis zu 12 st an den kanal ist
klar da kann mann auch leicht was fangen schöne karpfen bis 8,5 kilo zander welse kilo weise russnasen aitel nerflinge und schöne alrutten im winter
Aber wennst dann berufstätig bist oder famielie mit mehreren kleinkindern und du vielleicht nur 1-2 tage in der woche ans wasser kannst dann siehts schlecht aus
dann freust dich schon rießig über eine 50 barbe oder eine 20 cm forelle.
( im monat)
Und jetzt kommen noch die wassertaxis na ich freu mich schon drauf lg manfred
Also ich kann die Menschen nicht verstehen welche sich an den Donaukanal zur Entspannung oder Erholung (neudeutsch CHILLEN)setzen! Der Name KANAL sagt doch ohnehin alles. Mir graust wenn ich nur daran denke. Und meine Angelsachen würde ich mit dieser Kloake niemals versauen !!!
Norbert, deine Einstellung ist natürlich legitim. Es ist nicht jedermanns Sache, am Donaukanal zu angeln, aber ich bitte dich darum, hier nicht mit falschen Tatsachen um dich zu werfen. Der Donaukanal ist seit der Erneuerung des Pestkanals im Bereich der rechten Wienzeile von derselben Wasserqualität, wie die Donau. Es tummeln sich viele verschiedene Fischarten im Kanal, teilweise in kapitalen Größen. Für viele Wiener bietet er die Möglichkeit, nach Feierabend noch ein paar Stunden auszuspannen beim Angeln, ohne weite Wege zurücklegen zu müssen und es gibt ebenso Leute, die gerade das “Urban-Fishing” reizt. Sprich, die Angelei in Großstadtgewässern.
Tight Lines,
Andreas